In Schweden werden jedes Jahr Waren im Wert von 6 Milliarden SEK aus Geschäften gestohlen. Ein Anstieg von etwas mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013. Die Mehrzahl der Ladendiebstähle wird von Kriminellen begangen, welche Diebstähle systematisch und landesweit durchführen. Dadurch waren Händler gezwungen, mehr in die Sicherheit Ihrer Geschäfte zu investieren. Im Durchschnitt beziffern sich nur die Kosten für Wachpersonal und Ladendetektive auf umgerechnet 191.000 SEK. Diese Ziffern gehen aus dem Diebstahl- und Verlustbericht des schwedischen Handels hervor, welcher Anfang des Jahres veröffentlicht wurde.
– Ladendiebstahl ist ein wachsendes Gesellschaftsproblem, das ernsthaft angegangen werden muss. An gewissen Orten dienen Geschäfte zunehmend als Selbstbedienungsläden, wo es nahezu ohne Risiko möglich ist, sich zu nehmen was man will, ohne dafür zu bezahlen. Es ist an der Zeit, das die Justiz für Schwedens Händler aufsteht, sagt, Per Geijer, Sicherheitschef des schwedischen Handels.

Organisiertes Verbrechen

Fleisch, Schokolade und Kaffee gehören zu den am häufigsten gestohlenen Produkten im Warenhandel. Die meisten Ladendiebstähle werden im Warenhandel begangen. Händlern zufolge wird ein Drittel der Ladendiebstähle von Personen begangen, die in der Regel ein oder mehrere Produkte für ihren Eigenbedarf nutzen. Die verbleibenden zwei Drittel der Diebstähle werden von Personen begangen, welche regelmäßig stehlen oder von organisierten Banden, die damit Handel betreiben.

– Es wird ein falsches Bild vermittelt, wenn wir denken, dass Ladendiebstähle ausschließlich von Jugendlichen begangen werden, die gelegentlich ein Snickers entwenden. Es handelt sich in großem Ausmaß um organisiertes Verbrechen, wo Diebstähle systematisch erfolgen, zum Zweck einer kriminellen Unternehmung, sagt Per Geijer.

Händler sind gezwungen für die Grundsicherheit zu bezahlen

Berichten zufolge geben Händler hohe Summen für die Sicherheit ihrer Geschäfte aus. Mehr als 4 von 10 Händlern (44%) haben im vergangenen Jahr ihre Investitionen erhöht, um die Sicherheit ihres Geschäfts zu verbessern. Die meisten Kosten fallen an, um Wachdienste und Ladendetektive anzustellen. Durchschnittlich beziffert sich die Anschaffung eines Wachdienstes auf 190.000 SEK.

Abgesehen von dem extern entstandenen 6 Milliarden SEK Schaden, liegt die Anzahl der internen Diebstähle, welche von Vorgesetzten und Angestellten begangen wird, bei 1,9 Milliarden SEK. Dies hat zur Folge, dass sich der Verlust jährlich auf 7,9 Milliarden SEK beziffert.

Hinzu kommt ein großer administrativer Schwund von 4,1 Milliarden SEK. Das können beispielsweise buchhalterische Fehler sein, falschausgezahltes Wechselgeld an Kunden oder Produkte, welche aufgrund ihrer Qualität, sich nicht mehr zum Weiterverkauf eignen. Das bedeutet, dass sich der jährliche Schaden insgesamt auf ganze 12 Milliarden SEK beziffert, was soviel entspricht wie 170.000 SEK / Geschäft.
Quelle: Svensk Handel[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]